Seit Jahren wird über die elektronische Gesundheitskarte diskutiert. Mit ihrer Hilfe sollen behandelnde Ärzte bundesweit die Krankengeschichte ihrer Patienten einsehen können. Die medizinischen Argumente sprechen eindeutig für ihre Einführung. Je schneller und umfassender sich Ärzte über die medizinische Historie eines Patienten informieren können, desto größer die Behandlungserfolge. Dem gegenüber steht eine berechtigte gesellschaftlich-politische Debatte, die sich vor allem mit dem Datenschutz beschäftigt.
Doch die öffentliche Debatte verkennt, dass die Digitalisierung in den Krankenhäusern längst Realität ist. Man muss dabei gar nicht auf Vorzeigeprojekte wie das Future Hospital in Hamburg Barmbeck verweisen. Auch in vielen anderen Einrichtungen schreitet die Digitalisierung unaufhaltsam voran, schon allein weil ein Großteil der Diagnostik heute elektronische Daten produziert. Der nächste Schritt, diese Daten den behandelnden Ärzten direkt auf digitalem Wege verfügbar zu machen, ist nur konsequent. Damit stehen die notwendigen Informationen per Mausklick dort zur Verfügung, wo sie angewendet werden müssen: im OP, auf der Station oder direkt am Bett des Patienten. Mit Hilfe moderner IT-Infrastrukturen verbessern Ärzte, Apotheker und Klinikpersonal die Betreuung ihrer Patienten während sie gleichzeitig Prozesse beschleunigen, bürokratische Hürden abbauen und Gelder einsparen. Wie diese Themen auf der Ebene einzelner Krankenhäuser bewältigt werden, zeigen die folgenden Beispiele:


